Vermehrt Attacken auf Containerschiffe - Heizölpreise steigen wieder an

Notierungen

ICE Gasoil Futures

783,00 Dollar

Brent

78,08 Dollar (+ 0,13 zum Schluss Montag)

WTI

72,60 Dollar

 

Rotes Meer wird immer stärker gemieden

Immer mehr Firmen verlegen ihre Transportrouten aufgrund der Angriffe auf Containerschiffe und Tanker in der Meeresenge Bab el-Mandeb. BP sorgte gestern für Aufsehen mit ihrer Ankündigung, keine Schiffe mehr durch den Suezkanal zu schicken. Stattdessen müssen die Schiffe nun den längeren und kostenintensiveren Transportweg um die Südspitze Afrikas fahren. Bei der Verschiffung von Waren zwischen Asien und Europa bindet dies Frachtraum und führt zu höheren Transportkosten. Diese Ausgaben werden auf den Transport von Gütern wie Öl und Ölprodukten angerechnet. Jedoch scheint der reale Einfluss des Preises gering zu sein. Es besteht stattdessen das Risiko einer geopolitischen Eskalation, die die Märkte beschäftigt. Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat angekündigt, eine Koalition zu gründen, um der Bedrohung durch die Houthis entgegenzuwirken. Der Iran äußerte die Bedrohung, dass die USA und ihre Verbündeten keine Einmischung vornehmen würden. Etwa 15 % des weltweiten Schiffsverkehrs und 8 % des weltweit geförderten Rohöls müssen durch den Suezkanal und das Rote Meer passieren.

 

Short-Coverings und Schiffsattacken

Gestern Morgen wurde die fundamentale Ausgangslage zum Beginn des neuen Wochentages als neutral eingestuft. Geringere Rohölexporte Russlands und die Ankündigung von Reedereien, das Rote Meer zu meiden, stützten die Notierungen. Im Gegensatz dazu hatten sich Ende vergangener Woche Anzeichen für eine mögliche Erhöhung der Exporte aus Venezuela und Irak angedeutet, und die Rohölnotierungen blieben weiterhin in einem bearishen Contango-Kontext. Als BP verkündete, dass sie Schiffe nicht mehr durch das Rote Meer und den Suezkanal schicken würde, stiegen die Kurse. Die Preise an ICE und NYMEX erreichten im Laufe des Nachmittags neue Tageshochs und erreichten sogar die GD 21 Linien.

 

Die Heizölpreise starten mit leichten Aufschlägen in den Dienstag. Aktuelle Berechnungen lassen einen Preisanstieg erwarten. Jetzt Heizölpreise für Ihren Wohnort online berechnen.