Abwärtsbewegung der Rohölpreise zum Wochenstart

Am Wochenende haben die weltweiten Corona-Infektionszahlen signifikante Marken überschritten. Regionale Lockdowns begleiten das Marktgeschehen.

 

In der vergangenen Woche ist die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle an die Terminbörsen zurückgekehrt. Angesichts vor allem in den USA und Südamerika rasant steigender Corona-Neuinfektionen sind die Rohölpreise im Wochenverlauf um etwa zwei US-Dollar gefallen. Und auch zu Beginn der neuen Handelswoche steht die Entwicklung der Futures unter negativen Vorzeichen. Die Rohölpreise sind bereits unterhalb ihrer Schlusskurse vom Freitag in den Handel gestartet. Allein in den ersten Handelsstunden gaben sie um weitere 50 Cent nach. Marktteilnehmer beschäftigt weiterhin die weltweite Ausbreitung von Covid-19. Aktuelle Einschätzungen der Johns-Hopkins-Universität führen Anlegern und Analysten das Ausmaß der Pandemie vor Augen. Die Hoffnung auf eine V-förmige Erholung der Wirtschaft ist inzwischen entsprechend erloschen.

Johns-Hopkins-Universität meldet 10 Millionen Corona-Infektionen

Weltweit sind mehr als 10 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt, während die Zahl der Corona-Toten bei 500.000 liegt. Das geht aus den jüngsten Einschätzungen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Insbesondere in den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen in den vergangenen Wochen rapide gestiegen. In Bundesstaaten wie Florida und Texas gelten erneut Maßnahmen wie Restaurantschließungen, die einer Ausbreitung des Virus entgegenwirken sollen. Wie vermutet, werden regionale Lockdowns und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen die Märkte begleiten. Erwarteten Marktteilnehmer zwischenzeitlich eine V-förmige Erholung der Wirtschaft, rechnet man nun mit einem schleppenden Anstieg der Kurve. An den Terminbörsen geht man davon aus, dass regionale Einschränkungen die Ölnachfrage anhaltend belasten werden. Ein Verfall der Rohölpreise zurück auf ihre Tiefpunkte aus März und April gilt als unwahrscheinlich. Doch auch eine nachhaltige Preisstabilisierung bleibt ohne vollständige Erholung der Nachfrage voraussichtlich aus.

Einzig die Produktionskürzungen der OPEC+ stützen die Rohölpreise derzeit. Ohne sie würden die Futures vermutlich stärker einbrechen als bislang. Dass die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität signifikante Marken überschreiten, beunruhigt Marktteilnehmer. Nun gilt es, den Effekt regionaler Lockdowns abzuwarten. Am Morgen ist die Stimmung unter Anlegern und Analysten klar bearish. Um mehr als 50 Cent sind die Rohölpreise seit Handelseröffnung abgesackt. WTI wird bei 37,66 US-Dollar gehandelt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 40,12 US-Dollar. Die Heizölpreise sind vor dem Wochenende auf den niedrigsten Stand seit Monatsbeginn gefallen. Erstmals seit Anfang Juni sind sie hierzulande unter die Schwelle von 48 Euro gerutscht. Über das Wochenende hinweg haben die Preise wieder etwas zugelegt. Um etwa einen Euro sind die in den vergangenen Tagen gestiegen. Heute verharren die Preise unverändert auf ihrem Vortagesniveau. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 48,47 Euro.

 

 

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