Handelswoche endet mit Aufwärtsbewegung der Ölpreise

Vor einer Woche gingen die Pekinger Gespräche zwischen USA und China mit Zuversicht zu Ende. In Washington näherte man sich nun einer Einigung.

 

Im Laufe der Handelswoche legten die Rohölpreise um ungefähr einen US-Dollar zu. Gestützt von niedrigen Produktionszahlen, Fortschritten im US-chinesischen Handelsstreit und der drohenden Eskalation in Venezuela kletterten WTI und Brent auf neue Dreimonatshochs. Vieles deutet darauf hin, dass sich der Markt in nächster Zeit mit einem geringen Angebot bei stabiler Nachfrage konfrontiert sehen wird. Wie sich die Nachfrage tatsächlich entwickeln wird, ist stark abhängig vom weltweiten Wirtschaftswachstum. Und hierauf haben derzeit wiederum die USA und China einen maßgeblichen Einfluss. Seit Jahresbeginn verhandeln die Streitparteien in Sachen Handelspolitik. In dieser Woche soll der Durchbruch gelungen sein.

 

USA und China nähern sich Einigung

Nach den mehrtägigen Pekinger Gesprächen in der Vorwoche kamen Vertreter von USA und China in diesen Tagen in Washington zusammen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist hierbei die Skizze einer Einigung entstanden. Erarbeitet worden seien sechs Absichtserklärungen, in denen es um die von den USA geforderten Strukturreformen geht. Zudem heißt es aus Insiderkreisen, es werde ein Maßnahmenkatalog erstellt, anhand dessen China seinen Handelsüberschuss reduzieren könne. Die Fortsetzung der Verhandlungen ist für Donnerstag angesetzt. Hierfür wird Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He nach Washington reisen. US-Präsident Donald Trump hatte den 2. März als Frist für einen Deal ausgerufen.

 

Neuer US-Förderrekord aufgestellt

In der vergangenen Woche haben die USA erstmals die Fördermarke von zwölf Millionen Barrel pro Tag geknackt. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Report des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) hervor. Die erhöhte Förderaktivität habe in Kombination mit gestiegenen Ölimporten umfangreichere Bestandsaufbauten begünstigt als erwartet. So sind die US-weiten Rohölvorräte laut DOE in der Berichtswoche um 3,7 Millionen Barrel gewachsen und damit deutlich stärker als vom American Petroleum Institute und Analysten prognostiziert. Abbauten um jeweils 1,5 Millionen Barrel hat das DOE indes in den Produktkategorien verzeichnet. Insgesamt liefert der DOE-Bericht durchwachsene Bestandsdaten. Einflussreichste Impulse sind mit Rohölvorrat und Rekordförderung allerdings die bearishen. Gestützt werden die Preise hingegen von den Annäherungen im US-chinesischen Handelsstreit sowie der möglicherweise bevorstehenden Eskalation im venezolanischen Machtkampf. Hier sorgt der Streit um humanitäre Hilfe aus dem Ausland für Unruhen und Grenzschließungen. Am Morgen tendieren die Rohölpreise im Bereich ihrer Dreimonatshochs aufwärts. WTI wird bei 57,04 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 67,11 US-Dollar kostet. Nach wochenlangem Seitwärtstrend ging es für die Heizölpreise in dieser Woche auf und ab. Kurzzeitig kletterten sie oberhalb von 71 Euro auf Zweimonatshochs, gaben aber umgehend wieder nach. Bis gestern verloren sie zwei Euro auf ihre Mehrmonatsrekorde. Im Vergleich zum Vortag legen die Preise nun wieder zu und steuern auf die 70-Euro-Marke zu. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 69,78 Euro.

 

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