Roh- und Heizölpreise mit Seitwärtstrend zu Wochenstart

Mit bullishen Impulsen beginnt die neue Handelswoche. Doch am Markt reagiert man verhalten auf die Neuigkeiten aus den USA und aus China.

 

Sowohl für die Rohöl- als auch für die Heizölpreise besteht derzeit wenig Bewegungsspielraum. Die Heizölpreise orientieren sich auf Mehrmonatstiefs seitwärts, während die Rohölpreise im Laufe der vergangenen Handelswoche nur um 20 bis 30 Cent zulegten. Analysten rechnen erst kurz vor dem Jahreswechsel mit festeren Preisniveaus. Dann könnten die ab Januar geltenden Produktionskürzungen der OPEC sowie die kanadische Outputdrosselung stützenden Einfluss haben. Momentan verhindern die angekündigten Kürzungsmaßnahmen lediglich umfangreiche Abwärtsbewegungen. Da weiterhin Zweifel am Effekt der internationalen Produktionskürzungen bestehen, blieb eine Preisrallye bislang aus. Am Montagmorgen ist die Ausgangslage wegen Nachrichten aus den USA und aus China leicht bullish.

 

USA: Immer weniger aktive Ölbohranlagen

Die Zahl US-weit aktiver Ölbohranlagen ist in der vergangenen Woche zurückgegangen. Baker Hughes hat einen Rückgang um vier verzeichnet. Demnach werden in den USA aktuell nur noch 873 Ölbohranlagen betrieben. Wenngleich die Zahl aktiver Anlagen die zweite Woche in Folge gesunken ist, so befindet sie sich deutlich über dem Vorjahresniveau. Vor einem Jahr waren US-weit 747 Anlagen aktiv. Im Zuge des Preisverfalls der vergangenen Monate scheint man die Explorationen in den USA zwar zurückgefahren zu haben. Doch das Wachstumspotenzial der US-Ölförderung ist noch immer sehr hoch und könnte im nächsten Jahr zum Überangebot beitragen.

 

China: Ölimporte aus den USA steigern

In nächster Zeit wird China seine Ölimporte aus den USA hochfahren. Das kündigte das staatliche Ölunternehmen Sinopec an. Schon „sehr bald“ werde man wieder in signifikantem Umfang Öl aus den USA beziehen. Laut US-Energieministerium haben die USA im Juli 510.000 Barrel pro Tag nach China exportiert, im August nur noch 384.000 Barrel pro Tag. Anschließend hatte China aus Sorge vor möglichen Sanktionen die Öleinfuhren aus den USA eingestellt. Die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen im Ölsektor deutet auf eine Entspannung im bilateralen Handelsstreit hin, was am Markt bullish interpretiert wird. Die Rohölpreise tendieren am Morgen entsprechend aufwärts, wenn auch nur geringfügig oberhalb ihrer Schlusskurse vom Freitag. WTI wird bei 51,30 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 60,34 US-Dollar kostet. Die Heizölpreise bewegen sich weiterhin seitwärts im Bereich ihrer Dreieinhalbmonatstiefs. Bereits seit einer Woche geht es für sie mit nur geringen Schwankungen entlang der 70-Euro-Schwelle auf- und abwärts. Heute liegen die Preise etwas oberhalb dieser Orientierungsmarke. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl 70,13 Euro.

 

 

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