DOE bestätigt Anstieg der US-Rohölvorräte

Das DOE hat für Rohöl und Benzin Anstiege bekannt gegeben. Die USA verkündet eine Reisewarnung für viele Länder und Russland prüft einen Exportstopp für Benzin in der Erntesaison.

Am Mittwochnachmittag korrigierte das Department of Energy (DOE) die Zahlen des API zu den US-Rohölbeständen. Entgegen den Erwartungen des Instituts gab das DOE einen leicht höheren Anstieg der Rohölvorräte von +0,6 Mio. Barrel an (API +0,4 Mio. Barrel). Bei den Benzinvorräten rechnete das API mit starken Abbauten von -2,4 Mio. Barrel. Laut DOE sind die Bestände jedoch um +0,1 Mio. Barrel gestiegen. Dies hängt mit der sinkenden Gesamtnachfrage nach Ölprodukten in der vergangenen Woche zusammen, wie das DOE in ihrem Bericht betonte.

Die veröffentlichten Daten hatten somit durchaus Potenzial, am Mittwoch für einen Preisrutsch zu sorgen. Nachdem die Ölpreise am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen waren, testeten sie am Mittwoch ihr Aufwärtspotenzial aus. Am Mittag ebbte dieser Trend etwas ab und die Ölpreise fühlten eher bei den Unterstützungen im Bereich der Vortagestiefs vor, bis am frühen Nachmittag die ersten Unterstützungen geknackt wurden. Der Bericht des DOE drückte den Preis dann wieder, sorgten aber nicht für einen allzu großen Preisrutsch. Erst gegen Abend gaben die Ölpreise wieder deutlich nach und beendeten den Handelstag im Bereich ihrer Tagestiefs.

Auch am Donnerstagmorgen testeten die Ölpreise weiter ihr Abwärtspotenzial, aber zeigten schnell wieder Tendenzen nach oben. Brent handelt bei 65,09 USD/B, das sind -0,23 USD zum Schluss Mittwoch. WTI handelt bei 60,74 USD/B und verliert -0,30 USD zum Schluss Mittwoch. Der durchschnittliche Inlandspreis für Heizöl liegt aktuell bei 64,70 Euro/100 Liter. Das sind gute 0,50 Euro weniger als gestern.

USA verschärft Reisewarnungen

In Indien und Japan sind die Corona-Infektionszahlen zuletzt wieder drastisch gestiegen. Hongkong und Großbritannien beispielsweise hatten bereits Flieger aus Indien nicht mehr auf eigenen Staatsboden landen lassen. Dies führte zu einem Rücksetzer im Flugverkehr. Nun lässt auch die USA stärkere Reisebeschränkungen in Verbindung mit Corona verlauten, die nicht nur Indien betreffen.

Die geplanten Änderungen, die ab dieser Woche in Kraft treten sollen, beinhalten eine Reisewarnung für 80 Prozent der Länder weltweit. Die USA will dadurch die Travel Health Notices der amerikanischen Nahrungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) besser widerspiegeln und diese ernster umsetzen. Für den Treibstoff- und Kerosinverbrauch lässt dieser Erlass nichts Gutes vermuten. Seit dem Hoch Mitte April ist die Nachfrage wieder auf dem absteigenden Ast. Das weihnachtliche Hoch von 77.428 Passagieren im 7-Tagedurchschnitt (Flightradar24.com) konnte seitdem nicht mehr überboten werden. Aktuell liegt der 7-Tagedurchschnitt bei 76.643 Passieren.

Russland testet Exportverbot für Benzin

Im flächenmäßig größten Land der Welt wird das Benzin knapp. Berichten zufolge berät die Regierung um Präsident Vladimir Putin über einen Exportstopp von Benzin. Der stellvertretende Premierminister Alexander Nowak sagte, es sei in den Monaten, in denen Benzin inländisch viel gebraucht würde, sinnvoll diesen Schritt zu gehen. Dies sei vor allem in den Erntezeiten im Frühjahr und Herbst der Fall und wenn saisonale Wartungsarbeiten an den Raffinerien durchgeführt werden.

Mit Diesel gibt es laut Angaben Nowaks jedoch keine Probleme. Vom Mitteldestillat sei ein ausreichender Vorrat vorhanden. Somit können bei einer anhaltend hohen Produktion sowohl der inländische Bedarf als auch die Exporte bedient werden.

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