Neue Impfdosen für Europa geben Markteilnehmer Hoffnung

Die Ölpreise klettern über ihre Vortagestiefs von Dienstag. In den USA sind die Rohölvorräte wieder gestiegen und die Produktionsbeschränkungen der OPEC wurden größtenteils eingehalten.

Am Dienstag waren die Ölpreise mit einer leicht steigenden Tendenz in den Handelstag gestartet. Die Reduzierung der Ölexporte Libyens durch das staatliche Unternehmen NOC nährten diesen Trend zusätzlich, sodass die Ölpreise ihre Vortagshochs schnell hinter sich ließen. Auf diesem Niveau pendelten sich die Preise bis zum frühen Abend ein. Erst dann sorgte ein Non-OPEC Gesetzesentwurf der US-Regierung gepaart mit rückläufigen US-Aktienindizes für eine starke Abwärtsdynamik. Im Anschluss kletterten die Ölpreise wieder etwas nach oben. Nach dem Bericht der API über ansteigende Rohölvorräte in den USA beendeten die Ölpreise den Tag jedoch mit Verlusten.

Bei den Markteilnehmern wächst hingegen die Hoffnung auf eine baldige Markterholung immer mehr, da Europa 100 Millionen neue Impfdosen im Kampf gegen Corona erhalten hat. Strengere Lockdowns könnten somit bald der Vergangenheit angehören und die Wirtschaft würde sich erholen. Die Lage rund um Corona in Indien und Japan gibt jedoch nach wie vor Grund zur Sorge und wird weiterhin einen Einfluss auf dem Ölmarkt haben. Am Mittwochmorgen notieren die Ölpreise zunächst leicht über den Vortagestiefs. Brent handelt bei 66,17 Dollar, das sind -0,40 Dollar zum Schluss Dienstag. WTI geht mit 62,49 USD/B an den Start und gewinnt somit +0,10 USD. Der Preis für 100 Liter Heizöl liegt im Bundesdurchschnitt bei 65,20 Euro. Im Tagesverlauf kann es jedoch noch mal zu einem Rutsch nach unten von ca. -0,65 bis -0,85 Euro/100 l zu Dienstagvormittag kommen.

US-Rohölvorräte steigen, Benzinvorräte schwinden

Das API vermeldete gestern in seinem Bestandsbericht für die Woche zum 16. April einen leichten Anstieg von +0,4 Mio. Barrel der Rohölvorräte in den USA. Auch die Destillate sollen laut Angaben einen Sprung von +0,7 Mio. Barrel nach oben gemacht haben. Für die laufende Woche erwartet das Institut beim Rohöl jedoch einen klaren Rückgang von 2,4 Mio. Barrel. Auch die Destillate sollen wieder aufgebraucht werden. Das API rechnet mit -0,4 Mio. Barrel.

Gesunken ist hingegen der Vorrat an Benzin um gut -1,6 Mio. Barrel. Dies nährt erneut die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf eine gute Fahr- und Reisesaison in den Staaten. Für die laufende Woche rechnet das API mit einem leichten Anstieg der Benzinvorräte um 0,1 Mio. Barrel. Alle Zahlen werden heute um 16:30 Uhr MEZ noch mal auf den Prüfstand gestellt, wenn das DOE seine offiziellen Notierungen verkündet. Sollten sich die Zahlen des API bestätigen, könnte der preisstützende Effekt der Benzinabbauten wieder abgefangen werden.

OPEC+-Mitglieder halten sich an Kürzungen

Auch im März scheinen sich die Mitgliedsstaaten des OPEC+-Bündnisses an die Vorgaben zur Produktionskürzung gehalten zu haben. Wie aus Kreisen der Allianz zu vernehmen ist, wurden die Maßgaben im dritten Monat des Jahres 2021 zu 113 Prozent umgesetzt. Die Länder des klassischen OPEC-Bündnisses haben ihre Vorgaben zu 124 Prozent erfüllt. Die Nicht-OPEC-Länder schafften immerhin eine Einhaltungsquote von 93 Prozent.

Die Zahlen müssen noch von Kontrollgremium (JMMC) bestätigt werden. Dieses soll in der nächsten Woche tagen. Derweil steht noch eine Bestätigung seitens der OPEC+ zur Absage des nächsten Gipfels am 28. April aus. Zuletzt gab es Berichte, dass die Allianz auf den Termin verzichten wollen würde, um die aktuelle Kursstrategie unverändert fortzusetzen.

Die mobene Unternehmensgruppe