Ölpreise zeigen sich weiterhin stabil

Die Heizölpreise präsentieren sich weiterhin attraktiv. Experten geben erste Einschätzungen zu potenziellen Ergebnissen der OPEC+-Konferenz und Großbritannien setzt die nächste Stufe seines Corona-Plans um.

Nachdem die Ölpreise am Montagmorgen neutral in den Tag gestartet sind, testeten sie im Verlauf des Wochenauftakts ihre Hochs aus. Dazu trugen vor allem die Spekulationen um eine mögliche Fortsetzung der Produktionskürzung durch die OPEC+-Länder bei. Auch die Erholung der europäischen Aktienmärkte sorgte für leichten Auftrieb. Ein Zwischentief verursachte die Bergung des Containerschiffs Ever Given aus dem Suez-Kanal am Nachmittag.

Den Auftakt am Dienstagmorgen macht WTI mit 61,44 USD/B und verliert knapp 0,25 Prozent zum Vortag. Brent handelt bei 64,86 Dollar, das sind -0,12 Dollar zum Schluss Montag. Heizöl handelt bei 64,80 Euro für 100l und macht somit einen kleinen Sprung von 0,5% im Vergleich zum Vortag. Die Heizölpreise präsentieren sich damit weiterhin attraktiv und befinden sich auf dem Tiefpreisniveau von Mitte Februar.

OPEC+-Sitzung wird mit Spannung erwartet

In der laufenden Woche steht jedoch noch ein Ereignis aus, welches die Preisentwicklung am Markt hinlänglich beeinflussen wird. Die Quotenkonferenz der OPEC+-Länder zur Beratung über die Produktionsstrategie ab Mai rückt immer näher. In der letzten Sitzung Anfang März hatte das Bündnis die aufgrund der Pandemie verhängten restriktiven Maßnahmen zur Förderung von Öl bis Ende April verlängert. Zum damaligen Zeitpunkt wurden lediglich Russland und Kasachstan Anhebungen zugestanden.

Dementsprechend umtriebig sind deshalb Journalisten und Experten und versuchen vor dem Start der Sitzung erste Informationen zu möglichen Entscheidungen zu sammeln. Anfang der Woche geisterten deshalb erste Spekulationen um die Standpunkte der beiden führenden Staaten des Bündnisses, Saudi-Arabien und Russland, durch die Tagespresse. Insidern zufolge soll das Königreich weiter einen konservativen Kurs fahren. So sei das OPEC+-Schwergewicht bereit, die Produktionskürzungen sogar bis in den Juni hinein zu verlängern und die eigenen Zusatzkürzungen beizubehalten. Aus anderen Quellen war zu vernehmen, dass auch Russland zumindest die Kürzungen im Mai unterstützen würde.

Beide Länder waren bemüht, eine bereits feststehende Entscheidung ihrerseits zu dementieren, auch um die anderen Mitgliedsstaaten nicht vor dem Beginn der Besprechung bereits unter Druck zu setzen. Für einen gültigen Beschluss ist die Zustimmung aller 23 Teilnehmer des Produzentenbündnisses nötig. Neben Saudi-Arabien und Russland haben also auch die übrigen 13 OPEC-Staaten und die weiteren acht OPEC-Partner Mitspracherecht.

Großbritannien lockert Corona-Restriktionen

Die Corona-Pandemie bleibt ein Marktthema. Während der Trend der Neuinfektionen in Europa in den letzten Wochen wieder nach oben zeigte und viele Staaten somit wieder schärfere Regeln erließen, lockert Großbritannien nun hingegen gemäß eines Fünf-Stufen-Plans die Zügel. So ist es beispielsweise wieder möglich sich mit Menschen eines anderen Haushalts im Freien zu treffen. Im Königreich sollen alle Restriktionen bis zum 21. Juni nach und nach aufgelöst werden.

Eine entspanntere Lage und alte Freiheiten wünschen sich auch viele Deutsche zu Ostern. In der Bundesrepublik sieht es aktuell aber eher schlecht aus, was die Infektionszahlen betrifft. Wie das RKI vermeldet, sind beinahe alle Bundesländer Hochinzidenzgebiete. Lediglich Schleswig-Holstein (68,6) und das Saarland (78,9) haben eine Inzidenz unter 100. Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen (235,1) und Sachsen (200,4).

 

 

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