Monatsberichte sorgen am Donnerstag für festere Ölpreise

Die Monatsberichte der OPEC und des EIA stützen die Ölpreise. Das EIA hat in seinem Bericht die Preisprognose deutlich nach oben korrigiert. Ein Gegengewicht bilden hingegen die Bestandsdaten des API, die auf eine geringere Raffinerieauslastung schließen lassen. Endgültigen Aufschluss darüber wird erst das DOE geben.

Die Lage am Mittwoch war an den Ölbörsen tendenziell weiterhin preisstützend. Den größten Effekt hatte die anhaltende Energiekrise gepaart mit den ausbleibenden Produktionssteigerungen der OPEC+. Wie schon am Mittwoch blieben die Notierungen jedoch zunächst bis in den Nachmittag hinein in einer engen Handelsspanne. Die Marktteilnehmer warteten vor allem auf die anstehenden Monatsberichte der OPEC und EIA sowie die Bestandsberichte des API.

In der zweiten Tageshälfte kam dann jedoch Bewegung in den Markt. Der OPEC-Bericht sendete mit der Abwärtskorrektur der Prognose zum Nachfragewachstum preissenkende Signale. Die Notierungen rutschten infolgedessen ab. Aufgefangen wurden sie schließlich von den US-Aktienindizes und dem EUR/USD-Kurs. Der Monatsbericht des EIA, der die Preisprognosen für Brent und WIT gleichsam nach oben korrigierte, sorgte dann für Aufschwung. Höher als auf das Ausgangsniveau ging es schließlich jedoch nicht mehr, da das API umfangreiche Rohölaufbauten vermeldete.

Am Donnerstagmorgen legen die Ölpreise wieder zu. Brent macht +0,50 Dollar im Vergleich zum Schluss Mittwoch gut und handelt bei 83,87 USD/B. WTI gewinnt +0,43 Dollar hinzu und handelt bei 81,05 USD/B. Die Heizölpreise im Bundesdurchschnitt bewegen sich wieder etwas um rund 30 Cent nach oben. 100 Liter handeln aktuell durchschnittlich bei 88,30 Euro.

Rückgang der Raffinerieauslastung? API-Daten deuten es an

Gestern Nacht veröffentlichte das API die US-Ölbestände zur Referenzwoche vom 8. Oktober. Laut des Instituts nahmen die Rohölvorräte deutlich zu. Konkret sollen sie um satte +5,2 Millionen Barrel gestiegen sein, erwartet wurden lediglich +0,9 Millionen Barrel. Gesunken sind hingegen die Destillatbestände und zwar um -2,7 Millionen Barrel (erwartet -1,1 Millionen Barrel). Ebenfalls stark gemindert wurden die Benzinbestände um -4,6 Millionen Barrel (erwartet +0,6 Millionen Barrel).

Die veröffentlichten Zahlen geben Hinweise auf eine geringere Raffinerieauslastung in den USA. Ebenfalls möglich ist eine sprunghaft höhere Nachfrage. Bis zur Veröffentlichung der offiziellen Daten des DOE um 17 Uhr kann jedoch nur gemutmaßt werden. Die Bestandsdaten des Departments liefern ausführliche Zahlen zur Raffinerieauslastung und Nachfrage.

Knappe Angebotsseite: EIA korrigiert Preisprognosen für viertes Quartal und 2022

Am Mittwoch veröffentlichte das EIA seinen Monatsbericht und damit auch die angepassten Preisprognosen für das vierte Quartal 2021 sowie das Kalenderjahr 2022. Für beide Zeiträume passte das EIA die Preise für Brent und WTI nach oben an.

So rechnet das Institut für das letzte Quartal mit einem Durchschnittspreis von 81,32 Dollar für Brent und 78,32 Dollar für WTI. Dies sind jeweils 10,03 Dollar pro Barrel mehr, als im Monatsbericht September. Für das kommende Jahr korrigierte das Institut ihre Prognosen um knapp sechs Dollar pro Barrel nach oben. Bei Brent geht man nun von einem Durchschnittspreis von 71,91 Dollar aus und bei WTI von 68,24 Dollar.

Die Anhebung der Preisprognosen begründete das EIA vor allem mit dem fortwährenden Rückgang der Ölreserven weltweit. Verschärft wurde die Lage vor allem durch die Entscheidung der OPEC+ kein weiteres Öl für Oktober und November freizugeben. Zudem rechnet die EIA bis zum Jahresende mit einem um etwa 0,1 Mio. B/T höheren globalen Ölverbrauch als im September.

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