Notierungen geben weiter nach – erneute Rohölaufbauten laut API

Die Ölpreise gehen weiterhin mit angezogener Handbremse durch die Woche und geben erneut nach. Das API gibt erneut Aufbauten beim Rohöl bekannt. Die Vorräte von Destillaten und Benzin sind hingegen gesunken. Der chinesische Kohlemarkt bleibt angespannt. Die Regierung könnte daher bald intervenieren.

Die Gemengelage am Markt blieb auch am Dienstag preisstützend. Mit fortschreitender Nachfrage und der nach wie vor sehr knapp bemessenden Angebotsseite wird dies auch vorerst so bleiben. Hinzu kommen die Einflüsse der angespannten Kohle- und Gasmärkte. Auch deshalb ging es in den Morgenstunden für die Ölpreise zunächst wieder nach oben. Fortschritte bei der Wiederaufnahme der Atomgespräche und ein erwarteter Anstieg der US-Schieferölproduktion konnten dem Aufwärtstrend nur bedingt entgegenwirken.

Ein Rücksetzer beim Dollar am Vormittag sorgte dann gepaart mit der angespannten Angebotssituation für einen weiteren spürbaren Anstieg. Kurz darauf kam es jedoch zu kleineren Gewinnmitnahmen. Nach der Eröffnung des US-Handels fielen die Notierungen auf ihre Tagestiefs, von denen sie jedoch schnell zurückkehrten. Den nötigen Auftrieb gab es vom positiven Auftakt der US-Aktienmärkte und die Ölpreise erreichten neue Tageshochs. Zum Ausklang des Handelstages tendierten die Notierungen dann noch mal zu Gewinnmitnahmen und gingen schließlich unterhalb ihrer Tageshochs sowie unterhalb der am Vortag markierten Langzeithochs aus dem Handel.

Am Mittwochmorgen geben die Ölpreise weiter nach. Brent verliert im Vergleich zum Schluss am Dienstag um -0,46 Dollar und handelt bei 84,69 USD/B. WTI büßt mit -0,83 Dollar sogar beinahe doppelt so viel ein und handelt bei 82,05 USD/B. Grund dafür sind die preissenkenden Daten des API zu den US-Rohölvorräten. Die Heizölpreise im Bundesdurchschnitt pendeln sich weiter um die 90-Euro-Marke ein. 100 Liter handeln heute bei 90,50 Euro, 0,2 Prozent mehr als gestern.

API: US-Rohölvorräte wieder gestiegen – Raffinerieauslastung rückläufig?

Das API veröffentlichte Dienstagnacht die US-Bestandsdaten für die Woche zum 15. Oktober. Die Rohölvorräte sollen laut Angaben des Instituts erneut angestiegen sein. So vermeldet das API, dass der Rohölbestand in den USA um +3,3 Millionen Barrel gestiegen sein soll. In den Kategorien Destillate und Benzin gab es dagegen starke Abbauten von -3,0 beziehungsweise -3,5 Millionen Barrel.

Grund für die Zahlen könnte eine rückläufige Raffinerieauslastung sein. Die Experten gehen davon aus, dass die Raffinerieauslastung um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen ist. Zudem meinen die Analysten, dass die Bestandsveränderungen noch deutlich drastischer ausfallen könnten als von ihnen angenommen. Zahlen, die diese Vermutungen letztlich zu Fakten machen könnten, liefert das DOE am heutigen Mittwoch um 16:30 Uhr.

China könnte bei Kohlepreisentwicklung intervenieren

Kohle als Heizquelle erfreut sich in China immer noch einer hohen Beliebtheit. Umso wichtiger ist die Entwicklung des Kohlemarktes für die nationale Energieversorgung. Dieser befindet sich trotz eines Rücksetzers am Dienstag nach wie vor auf einem Rekordniveau und ist um rund 260 Prozent höher als noch zu Jahresbeginn.

Die chinesische Regierung sieht sich aufgrund dieses eigenen Angaben zufolge „irrationalen Aufwärtstrend“ wohl gezwungen, auf dem Kohlemarkt zu intervenieren. Laut chinesischen Rechts kann das Kabinett und die Regionalregierungen Grenzen für Gewinnraten oder die Preise wichtiger Güter selbst festlegen und somit den Markt regulieren. Einer Mitteilung der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) zufolge, zieht die Regierung dieses Instrument ernsthaft in Betracht.

Die mobene Unternehmensgruppe