Notierungen zum Wochenstart erneut weicher- Diskussionen um SPR halten an

Die Ölpreise sind auch zu Beginn der vorletzten November-Woche erneut weicher. In den USA wird nach wie vor über die Freigabe von Ölreserven diskutiert, um dem aktuellen Preisniveau entgegenzusteuern. Nach den Monatsberichten der EIA und OPEC steht am Dienstag der Bericht des IEA an.

Am Freitag gingen die Ölpreise erneut vor einem neutralen Hintergrund in den Handel. Belastet wurden sie dabei vor allem von den Spekulationen um die Freigabe strategischer Ölreserven der USA und einem festeren Dollar. Preisstützend wirkte nach wie vor die angespannte Angebotssituation. Am frühen Morgen notierten die Ölpreise jedoch zunächst auf einem niedrigen Niveau. Mit Start des europäischen Handels ging es dann jedoch nach oben. Für einen weiteren Rückschlag sorgte die Meldung, dass die Ölproduktion am Johann-Svedrup-Ölfeld wiederhergestellt wurde.

Erst am Nachmittag gab es dann wieder eine Aufwärtskorrektur. Die Notierungen wurden vor allem durch Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden des russischen Ölkonzerns Rosneft zur angespannten Marktlage beflügelt. Am frühen Freitagabend verzeichneten die Ölpreise mit den festeren US-Aktienindizes neue Tageshochs. Unter dem Strich gingen sie jedoch mit einem leichten Minus aus dem Handel.

Preisentwicklungen am Montag:

Brent: 81,17 USD (-0,78 USD, -0,95 %)

WTI: 80,02 USD (-0,68 USD, -0,84 %)

Heizöl (DE Ø): 88,0 ct pro Liter (-1,2 %)

Freigabe von strategischen Reserven: USA weiter unschlüssig

Die USA um Präsident Joe Biden denkt nach wie vor über eine Freigabe von Öl aus den eigenen strategischen Reserven (SPR) nach. Die Debatte über diese Maßnahme dauert aktuell nach wie vor an. Mit der Zeit scheinen sich immer mehr Fürsprecher zu formieren. Chuck Schumer, Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat, empfahl beispielsweise gestern in einer Pressekonferenz, die Ölreserven freizugeben.

Falls sich das Weiße Haus tatsächlich zu diesem Schritt entscheiden sollte, bleibt nach wie vor die Frage nach dem Effekt dieser Maßnahme offen. Experten warnen davor, dass die Auswirkungen auf den Markt wahrscheinlich minimal und nicht von langer Dauer sein werden. Viele andere Möglichkeiten, um die hohen Preise zu bekämpfen, bleiben den Staaten jedoch nicht. In Frage kämen eine Zinserhöhung oder Lockerungen bei den Iran-Sanktionen. Dieser Schritt scheint aufgrund der nach wie vor ruhenden Atomverhandlungen jedoch unwahrscheinlich.

EIA und IEA: Anstehende Berichte könnten neue Impulse für den Markt geben

Die EIA und OPEC veröffentlichten in der vergangenen Woche ihre Monatsberichte für den laufenden Monat. Diesen waren unterschiedliche Impulse zur Nachfrageentwicklung im laufenden Quartal zu entnehmen. Die EIA korrigierte ihre Erwartungen nach oben, während die OPEC ihre Erwartungen senkte. Am morgigen Dienstag wird mit dem IEA-Monatsbericht der letzte Report das Trio komplettieren und eventuell Einfluss auf die Ölpreise nehmen.

Die EIA hatte wie bereits erwähnt in der vergangenen Woche ihren Monatsbericht präsentiert. Am Montag nach Bekanntgabe des EIA-Monatsberichts erfolgt die Veröffentlichung des Berichts zur Entwicklung der Ölproduktion in den sieben wichtigsten Schieferölgebieten der USA. Im Oktober ging die EIA von davon aus, dass die US-Schieferölproduktion im November bei etwa 8,22 Mio. B/T liegen wird - knapp 0,08 Mio. B/T mehr als im Oktober. Die Marktteilnehmer dürften gespannt sein, ob das Statistikbüro für Dezember erneut einen Produktionsanstieg prognostizieren wird.

Die mobene Unternehmensgruppe