Mobene Klimaschutzprogramm - Bedeutung für Ihre Ölheizung

Klimaschutzprogramm - Bedeutung für Ihre Ölheizung

Am 20. September 2019 hat das Klimakabinett der Bundesregierung die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen. Das Programm soll dazu beitragen, die für 2030 ausgerufenen Klimaziele zu erreichen. Im Fokus steht die Einsparung von CO2-Emissionen. Vorgeschlagen werden Maßnahmen wie die Einführung einer CO2-Bepreisung und die Förderung klimafreundlicher Heizlösungen. Ende Oktober wurden einige der zunächst unverbindlichen Eckpunkte in das Gebäudeenergiegesetz aufgenommen und vom Bundeskabinett bestätigt. Die Zustimmung des Bundestages steht bislang noch aus.

Fest steht: Ihre Ölheizung hat Bestand!

Die Ölheizung bleibt wichtiger Bestandteil im Energiemix Deutschland. Zwischen Jahreszahlen, Prämien und Schlagzeilen verliert man schnell den Überblick. Daher fassen wir die wichtigsten Regelungen für Sie zusammen:

  • Bis 2025: Öl-Brennwertgeräte können uneingeschränkt eingebaut werden, auch ohne Kombination mit Erneuerbaren Energien.
  • Ab 2026: Für bestehende Ölheizungen ändert sich nichts. Neue Öl-Brennwertgeräte können als Teil eines Hybridsystems installiert werden.
  • Ist weder ein Gas-/Fernwärmenetz vorhanden noch die Einbindung Erneuerbarer Energien möglich, können unabhängige Ölheizungen auch nach 2026 modernisiert und installiert werden.


Wir haben das Klimaschutzprogramm fest im Blick. Über Neuigkeiten und Entwicklungen informieren wir Sie auf dieser Seite. Wir beantworten Ihre Fragen.

Wann tritt das Klimaschutzprogramm 2030 in Kraft?

Bei den im September festgelegten Eckpunkten handelte es sich um Vorschläge, die zunächst nicht verbindlich waren. Ende Oktober wurden einige der vorgeschlagenen Maßnahmen in den Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz aufgenommen. Dieser Gesetzentwurf wurde inzwischen vom Bundeskabinett beschlossen. Nun muss es die Abstimmung im Bundestag erfolgreich absolvieren. Geplant ist, die gesetzlichen Grundlagen für die Umsetzung im Jahr 2019 zu schaffen. Bis dahin können sich Änderungen an einzelnen Programminhalten ergeben.

Kann ich meine Ölheizung auch in Zukunft nutzen?

Ja, Sie können Ihre Ölheizung weiterhin nutzen. Das Klimaschutzprogramm sieht kein Verbot von Ölheizungen vor. Auch in Zukunft können Sie mit Ihrer bestehenden Anlage heizen.

Welche neuen Regelungen gelten für Ölheizungen?

Ab 2026 sollen neue Ölheizungen nur noch eingebaut werden dürfen, wenn sie Teil einer Hybridheizung sind. Von da an müssen neue Ölheizungen also mit Heizsystemen kombiniert werden, die Erneuerbare Energien nutzen wie beispielsweise Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen. Gefördert werden soll die Umstellung mit einer „Austauschprämie“. Auch über 2026 hinaus können unabhängige Ölheizungen modernisiert und eingebaut werden. Voraussetzung ist, dass kein Gas-/Wärmenetz vorhanden und die Einbindung Erneuerbarer Energien nicht möglich ist.

Wird die Modernisierung bestehender Anlagen weiterhin gefördert?

Ja, noch bis mindestens Ende 2019 erhalten Sie für den Einbau eines Öl-Brennwertgeräts eine staatliche Förderung. Mit der Aktion „Besser flüssig bleiben“ des Instituts für Wärme- und Oeltechnik sichern Sie sich ganz einfach einen Zuschuss aus dem passenden Förderprogramm.

Welche Auswirkungen hat die CO2-Bepreisung?

Ab 2021 wird es voraussichtlich einen CO2-Preis für fossile Brenn- und Kraftstoffe geben. Für Heizöl soll er zunächst 3 Cent pro Liter betragen, 2025 dann 10 Cent/Liter.

Was kostet eine neue Heizung?

Heizsysteme im Kostenvergleich Einmalige Investitionskosten** Laufende Kosten*
Vorhandener Ölkessel *** - 3.700€
Neues Öl-Brennwertgerät 11.400 € 2.975 €
Neues Gas-Brennwertgerät 13.000 € 3.130 €
Strom-Wärmepumpe (Luft-Wasser) 24.850 € 3.388 €
Fernwärme 10.500 € 3.350 €
Neue Pelletheizung 28.200 € 3.138 €

(Quelle: www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/was-kostet-eine-neue-heizung.html )
* Laufende Kosten wie z.B. Brennstoffkosten inkl. Grundgebühr und Lagerverzinsung, Strombezugskosten, Vergütung für ins Netz eingespeisten Solarstrom, Wartung und Reinigung von Kessel und evtl. Lagerbehälter, Schornsteinfegergebühren.
** Einmalige Investitionskosten (Komponenten unterschiedlich nach Heizsystem) wie z.B. Wärmeerzeuger evtl. inkl. Brenner und Abgassystem sowie Regelung, Zubehör und Kleinteile, Wärmespeicher für Warmwasser und evtl. Heizung, In der Regel alternativ: Lagerbehälter, Tankstilllegung, Erdsonde inkl. Bohrung, Anschlusskosten für Erdgas oder Fernwärme, Solaranlage (thermisch oder photovoltaisch), Lohnkosten für (De-) Montage inkl. Elektroarbeiten.
*** vor 1986 Einfamilienhaus mit 150 m2, Erdgeschoss und Dachgeschoss beheizt, rechteckiger Grundriss und Satteldach.

 

 

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