Tankwagenfahrt: Vom Tanklager zum Kunden


Um 5.30 Uhr am Morgen ging es los. Im Vorfeld wurde bereits sehr viel Positives über die Fahrt berichtet und mir wurde gesagt, dass ich die Gelegenheit bei einem Tankwagenfahrer mitzufahren auf keinen Fall ausschlagen dürfe. Ziemlich gespannt war ich also um 5.30 Uhr in Bochum und bereit meine Tankwagenfahrt zu starten.

Vor Ort erwartete mich schon der Fahrer. Er hatte alle meine benötigten Utensilien dabei. Dazu gehörten zum einen ein Anzug, bestehend aus dunkler Hose und Jacke, ein Paar Sicherheitsschuhe und Handschuhe. Zum anderen aber auch ein Helm und eine Schutzbrille. Passend gekleidet konnte es dann beinahe losgehen.

Bevor die Fahrt beginnen konnte, bekam ich erst eine Anleitung wie man richtig in den TKW ein- und aussteigt. Wichtig ist dabei, dass man rückwärts aussteigt und immer einen guten Griff hat. So werden unnötige Unfälle vermieden. Mit dem neuen Wissen konnten wir dann also die Tankwagenfahrt starten. Der erste Halt am Morgen war das Tanklager in Duisburg.

 

Sicherheit am Tanklager

In Duisburg am Tanklager angekommen sollte der TKW dann mit 18.000 Litern Heizöl vollgetankt werden. In der richtigen Bucht angekommen, stiegen wir aus und zogen Helm, Handschuhe und Schutzbrille an. Auf die Sicherheit der Arbeiter wird am Tanklager sehr großen Wert gelegt.

Das Betanken des Tankkraftwagens konnte über zwei verschiedene Stellen erfolgen: Von der Seite und von oben.

Bei unserer Befüllung von oben ging der Fahrer auf den TKW, um den Tankvorgang zu starten und zu überwachen. Der Fahrer muss dabei aus Sicherheitsgründen immer an einem Sicherheitsgurt befestigt sein. Ich stand bei diesem Vorgang auf einer Erhöhung vor dem LKW und konnte gespannt zusehen, wie die Mengen an Heizöl in den TKW gepumpt wurden.


Das Tanken der 18.000 Liter erfolgte über die drei Kammern des TKWs und dauerte insgesamt nicht einmal eine Viertelstunde. Eine besondere Neuheit bei dem Tanken war für mich die Farbe des Heizöls. Zur Unterscheidung vom Diesel ist das Heizöl nämlich rot eingefärbt. Fertig mit dem Tanken konnte es zum ersten Kunden gehen.

 

Kundenbelieferung

Von Duisburg ging es Richtung Essen zu unserem ersten Kunden für den Tag. Pünktlich um kurz vor sieben erreichten wir unser Ziel.


Im Vorhinein konnte ich kaum glauben, dass man in einer Stadt wie Essen und Umgebung eine passende Parkmöglichkeit vor dem Haus des Kunden finden könnte. Doch ich wurde schnell vom Gegenteil überzeugt. Vor jedem Haus fanden wir an diesem Tag mühelos einen Parkplatz, denn die Kunden hatten bereits im Vorfeld dafür gesorgt, dass der Platz für den Tankkraftwagen frei blieb. Aber auch die guten Fahrkünste des Fahrers sorgten dafür, dass ein jeder Parkplatz für den TKW passend war. Auch mit der Müllabfuhr, die wir an diesem Tag häufiger kreuzten, kamen wir uns nicht in die Quere.

Nach dem Parken wurde dann zunächst geschaut, ob der Kunde auch vor Ort war, denn ohne Anwesenheit des Kunden darf keine Anlieferung erfolgen. War der Kunde vor Ort, schauten wir uns als nächstes die Abladestelle, also den Tankstutzen und den Grenzwertgeber an. Der Grenzwertgeber muss in jedem Fall vorhanden sein und sorgt dafür, dass der Tank nicht überläuft. Ist das Maximum Heizöl im Tank, stoppt der Grenzwertgeber automatisch die weitere Befüllung.


Im nächsten Schritt schlossen wir dann die passenden Schläuche an. Für diese Arbeiten zogen wir uns vorher unsere Handschuhe an, um unsere Hände vor Dreck und Öl-Geruch zu schützen.


Sobald alles angeschlossen war, stellte der Fahrer am TKW ein, was der Kunde bei mobene bestellt hat. War es das normale Heizöl Ultra oder hat der Kunde sich für das Heizöl ultraPlus entschieden? Die Menge konnte am Tankkraftwagen auch separat eingestellt werden. Ist die voreingestellte Menge erreicht, stoppt der Tankvorgang automatisch.

 

Alles angeschlossen und gestartet ging es dann als nächstes zur Kontrolle in den Keller zu dem Heizöltank des Kunden.  Im Keller des Kunden prüfte der Fahrer dann, ob mit den Tanks, dem Grenzwertgeber und der Befüllung alles in Ordnung lief. Dieses wurde im Verlauf des Tankens einige Male geprüft.


War alles in Ordnung, eventuelle Rückfragen des Kunden zu seiner Zufriedenstellung geklärt und der Tankvorgang beendet, zogen wir uns die Handschuhe wieder an und rollten die Schläuche wieder in den TKW ein. Dieses geschah über Luftdruck, so wie fast alles in dem Tankkraftwagen. Das Einrollen des Grenzwertgebers war dabei meine Aufgabe und das Austesten des Luftdrucks immer wieder ein großer Spaß.

 

Soweit alles wieder im TKW verstaut war, wurde dann noch der Lieferschein gedruckt und vom Kunden unterschrieben.


An diesem Tag belieferten wir mehrere Haushalte mit Heizöl,  von diesen liefen fast alle wie geplant ab. Auf dem Weg zur vierten Abladestelle jedoch verriet der Fahrer mir schon, dass etwas Besonderes auf uns zukommen sollte.

Ein aufregender Tag

Am Ende des Tages kann ich nur festhalten, dass ich großen Respekt vor der Arbeit des Tankkraftwagenfahrers habe. Die direkte Auslieferung von Heizöl stellt einen starken Kontrast zu meinem üblichen Alltag dar, weswegen mir der Tag im TKW trotzdem nicht weniger gut gefallen hat. Er hat mir einen super Eindruck davon vermittelt, wie das Heizöl, das die Kundeberater der mobene verkaufen, ihren weiteren Weg geht und wie es schlussendlich bei dem Kunden Zuhause ankommt.

 

Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Fahrer, der mir alle meine Fragen sehr freundlich und geduldig beantwortet und mich einen Tag lang mit in seinen Tankkraftwagen genommen hat. 

Es war eine super Erfahrung und es hat mir großen Spaß gemacht einen Tag dabei gewesen sein zu dürfen.

mobene Tankwagen hinten

von Greta Stappenbeck, Auszubildende zur Kauffrau im E-Commerce, 1. Lehrjahr

Die mobene Unternehmensgruppe